Gedanken
Dienstag, 27. Juni 2017
Southside
Southside war einfach so toll! Unser Platz beim Camping war genial und die Konzerte waren einfach hammer! Besonders Frank Turner und selbstverständlich Imagine Dragons. Das neue Album von denen ist auch so toll *-* Es hat jedenfalls echt gut getan, endlich mal wieder los lassen zu können und mal nicht an alles zu denken. Wisst ihr, das klingt jetzt echt bescheuert, aber wenn ich Imagine Dragons höre - vor allem live - dann kommt es mit so vor, als wäre ich ganz. Als bestünde ich nicht aus lauter Puzzelteilen, die chaotisch in meinem Inneren liegen, nicht zusammenpassen und von denen die Hälfte fehlt.
Ich hör auch schon wieder auf, weil ich grad fast schon wieder am heulen bin. Egal.
Achso und Volbeatfan: Ich hoffe, ihr habt unglaublich viel Spaß heute Abend!

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Mittwoch, 14. Juni 2017
Egotistical
Ich weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll, zu erzählen. Irgendwie ist alles zur Zeit so durcheinander. Eigentlich ist es wie immer aber irgendwie halt auch nicht. Keine Ahnung.
Ich fühle mich nicht gut. Wirklich nicht gut. Es gibt Momente in denen ich das vergessen kann und dann bin ich zwar nicht glücklich, aber immerhin wird mir dann nicht mehr schlecht und ich schaffe es, normal zu atmen.
Ich habe mir überlegt, mir eine Kurzhaarfrisur zu machen und jeder, dem ich das erzählt habe, hat geschockt reagiert - außer F. F hat etwas ganz anderes gesagt: Du hast so ein schönes Gesicht, dann würde man das auch endlich mal sehen. Das hat mir echt gut getan. Noch besser würde es tun, wenn ich endlich einmal ein bisschen Anerkennung für meine Arbeit bekommen würde. Ich muss alles viel schneller lernen, weil die Filialleiterin will, dass ich so gut wie möglich auf die neue Filiale vorbereitet bin wie nur möglich und dass ich schon viele Aufgaben übernehmen kann. Und das ist ja auch okay, aber... ich wünschte einfach, ich würde einmal gesagt bekommen, dass ich etwas gut mache. Ich möchte einmal hören, dass es gut ist, dass ich hier bin. Ich brauche einfach die Bestätigung, dass... Ach man. Keine Ahnung. Das klingt vermutlich alles jetzt ganz anders als es gemeint ist. Ich weiß, dass ich mir endlich jemanden suchen muss, der mir zuhört. Und ich weiß, dass ich endlich meiner Familie sagen muss, wie es mir wirklich geht. Das ist nur leider alles nicht so einfach.

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Montag, 5. Juni 2017
Pain
Ich mache Musik an, weil ich eigentlich schon den ganzen Tag über weiß, was mir an diesem Abend noch bevor steht und weil ich Ablenkung brauchen werde. Nur hilft es dieses Mal leider nicht, im Gegenteil kommt es mir so vor, als verschlimmerten die Stimmen und die Instrumente alles noch. Mein Körper bebt und so sehr ich auch versuche, alles in mir zu halten, schaffe ich es nicht, das Schluchzen zu unterdrücken. Ich winde mich, kann nicht richtig atmen. Immer wieder wird die Luftzufuhr unterbrochen, nur damit meine Lunge gleich darauf mit hektischen Bewegungen so viel Sauerstoff wie nur irgend möglich in meinen Körper pumpt. Verzweifelt suchen meine Hände nach Halt, nach irgendetwas, voran sie sich festklammern können, finden aber nichts und so bohren sich meine Fingernägel schließlich tief in mein Fleisch, ohne dass ich den Schmerz spüre. Es kostet mich alle Kraft, mich zu zwingen, liegen zu bleiben, nicht ins Badezimmer, nicht nach draußen zu gehen, weil ich nicht weiß, ob ich mich dann noch zurückhalten kann. Ich habe Angst. Angst vor mir selbst. Sie wird so groß, dass ich zum Handy greife und bevor ich es mir anders überlegen kann, F. schreibe. Und dann erzähle ich ihm alles. Und langsam beruhigt sich alles in mir und fühlt sich nicht mehr so an, als renne jemand mit einer Kettensäge durch meine Seele und würde alles niedermetzeln, was ihm in den Weg kommt.
Eigentlich dachte ich, dass ich es am nächsten Morgen bereuen würde, ihm geschrieben zu haben. Aber alles, was ich empfinde, ist Erleichterung. Als ich in den Spiegel blicke, sehe ich genauso aus wie am Tag zuvor. Keine Kratzspuren in meinem Gesicht, keine Löcher in meinen Armen, keine Tränensäcke unter meinen Augen. Ich sehe aus wie immer und trotzdem erkenne ich mich nicht.

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Samstag, 27. Mai 2017
Planlos
Nie wieder. Ohne Witz, nie wieder!
Um neun Uhr sollte mein Flixbus von Venedig mach Innsbruck gehen. Verspätung ist dabei ja fast schon normal. Jetzt ist der eine viertel Stunde zu spät gekommen, hat die Leute und das Gepäck ausgeladen und fährt knallhart wieder! Wir sind zu viert dagestanden und waren einfach nur entsetzt. Dann haben wir uns eingeredet, dass der wahrscheinlich nur tankt oder so. Alle möglichen Busse sind gekommen, nur unserer nicht. Okay. Eine hat irgendwann dann beim Kundenservice angerufen und genau in dem Moment kam der Bus dann doch endlich - mit 40 Minuten Verspätung. Die hat uns aber nicht gestört, Hauptsache, der ist wirklich gekommen. Die Sitze waren aber echt unbequem, die Klimaanlage richtig kalt - also Jacke als Decke verwenden - und das Radio zu laut. Hatte also eine super Fahrt *hust* Um drei, früher als ich gedacht hätte, waren wir dann in Innsbruck. Ich hatte einen Mordshunger, weil ich nur ein minimales Frühstück hatte. In der Stadt hab ich mir also ein Restaurant gesucht und hab mir einen griechischen Salat bestellt - perfekt bei der Wärme. Bekommen hab ich dann grob zerkleinertes Gemüse, ein Salatblatt, eine Scheibe Feta und ein bisschen Brot. Ich hab mich gefühlt, wie ein Meerschweinchen. Und um meinem Tag noch perfekt zu machen, hat sich meine Mitfahrgelegenheit nach hause einfach nicht mehr gemeldet und ist auch nicht aufgetaucht. Hatte ich noch mal richtig schön Stress am Abend, echt klasse. Jetzt bin ich in der WG von einer Freundin, die zwar nicht da ist, deren Mitbewohner mich aber reingelassen haben und wo ich jetzt schlafen kann. Mal schauen, wie ich morgen dann nach Hause komme... Ich hab jedenfalls gelernt, dass ich entweder mit dem Motorrad wegfahre oder alles bis ins kleinste Detail plane.
Und um zum Schluss noch was positives zu sagen: Ich hatte einen wirklich, wirklich leckeren Eisbecher!

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Freitag, 26. Mai 2017
#LastDay
Ich kann nicht glauben, dass ich morgen schon wieder zurück nach Hause fahre. Am liebsten würde ich mich noch eine Woche an den Strand legen und nichts tun. Es ist eben doch ziemlich anstrengend, von einer Stadt in die nächste zu fahren, auch wenn es unglaublich schön ist. Ich muss sagen, dass Koper und Ljubljana mir unglaublich gut gefallen haben! Ich werde auf jeden Fall wieder nach Slowenien reisen, das steht schon fest. Venedig ist dagegen eben doch noch sehr viel touristischer aufgebaut. Ich weiß immer noch nicht genau, wie ich ab Innsbruck nach Hause komme. Ich hoffe einfach, dass sich noch irgendwas wegen Mitfahrgelegenheit ergibt und sonst muss ich doch das Angebot einer alten Freundin meiner Schwester annehmen und bei ihr schlafen, auch wenn sie nicht da ist. Ist aber richtig nett von ihr, mir das überhaupt anzubieten. Naja, werde ich ja morgen dann sehen. Und zur Not würde mich bestimmt auch jemand abholen, auch wenn es nicht unbedingt um die Ecke ist.

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