Gedanken
Gedanken/54
Es fühlt sich an, als lebte ich irgendwo dazwischen. Nicht ganz im Leben, aber auch der Tod will mich nicht. Sie zerren an mir, schupsen mich herum, reißen an meinen Armen. Sie streiten sich um mich, dabei will mich keiner von ihnen. Sie streiten sich um mich, einfach nur, weil sie nicht wollen, dass der jeweils andere gewinnt. Aber sie wollen mich nicht. Und so stehe ich in der Mitte, immer an der Kante, mit dem einen Bein im Leben, mit dem anderen beim Tod, zugehörig zu keinem von beiden. Aber die Frage ist: Wenn ich weder leben noch sterben kann, was bleibt?

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